Neunte Erhebung des M&A Klima Monitors zeigt vorsichtige Aufhellung im ersten Quartal 2026
Pullach, 28.04.2026 – Der Bundesverband Mergers & Acquisitions (BMA) stellt heute die Ergebnisse des aktuellen M&A Klima Monitors für das erste Quartal 2026 vor. Die in Zusammenarbeit mit der Universität Bristol durchgeführte Studie basiert auf einer Befragung von 64 Unternehmen aus Beratung, Corporate M&A und mittelständischen Betrieben und analysiert Marktstimmung, Transaktionsaktivität sowie zentrale Treiber und Hemmnisse im M&A-Geschehen.
Die Stimmung am deutschen M&A-Markt bleibt insgesamt verhalten. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Ergebnisse eine leichte Verbesserung der wirtschaftlichen Erwartungen und damit erste Anzeichen einer Stabilisierung. Geopolitische Unsicherheiten und makroökonomische Rahmenbedingungen prägen weiterhin das Marktumfeld, führen jedoch nicht mehr zu einer weiteren Eintrübung der Einschätzungen.
„Zum Jahresauftakt sehen wir eine vorsichtige Aufhellung der Erwartungen. Der Markt bleibt herausfordernd, aber die zunehmende Zuversicht deutet darauf hin, dass sich Unternehmen wieder stärker mit Wachstumsoptionen beschäftigen“, kommentiert Jan Pörschmann, Vorstandsvorsitzender des BMA.
Wirtschaftserwartungen: Deutschland holt auf, globale Skepsis bleibt
Die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung zeigen ein differenziertes Bild: 38,3 % der Befragten erwarten eine positive Entwicklung in Deutschland – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorquartal. Europa wird weiterhin etwas optimistischer eingeschätzt, während die globale Entwicklung nach wie vor mit größerer Skepsis betrachtet wird.
M&A-Aktivität: Zurückhaltend, aber stabil – Bewertungen unter Druck
Die Entwicklung des M&A-Marktes wird insgesamt weniger positiv bewertet. Insbesondere bei den Bewertungen erwarten viele Marktteilnehmer eine rückläufige Entwicklung. Gleichzeitig bleibt die Aktivität stabil: Die Mehrheit der Unternehmen berichtet von gleichbleibenden oder leicht steigenden Projektanbahnungen, auch wenn die Abschlusswahrscheinlichkeit weiterhin vorsichtig eingeschätzt wird.
Zukäufe spielen weiterhin eine zentrale Rolle: Rund 81 % der Unternehmen beschäftigen sich aktuell mit Akquisitionen, während knapp 60 % auch Verkaufsprozesse prüfen. Damit bleibt die strategische Aktivität auf hohem Niveau.
„Die strategische Ausrichtung bleibt klar: Unternehmen investieren gezielt in Wachstum, Marktposition und Kompetenzen. Trotz Unsicherheiten sehen wir keine Abkehr von langfristig orientierten M&A-Strategien“, erläutert Prof. Dr. Florian Bauer, Studienleiter und Professor an der Universität Bristol.
Strategische Motive dominieren weiterhin das Marktgeschehen
Die wichtigsten Motive für Zukäufe bleiben unverändert: die Stärkung der Marktposition, der Zugang zu neuen Märkten sowie Know-how und Technologien. Transaktionen erfolgen überwiegend im Kerngeschäft, was den Fokus auf nachhaltige strategische Weiterentwicklung unterstreicht.
Auf der Verkaufsseite stehen Corporate Divestitures, Nachfolgeregelungen und wachstumsbedingte Portfolioanpassungen im Vordergrund. Auch hier zeigt sich der klare Fokus auf die Schärfung des Kerngeschäfts.
Transaktionsabbrüche gehen zurück – Kaufpreis bleibt Hauptthema
Im ersten Quartal 2026 haben rund 33 % der Unternehmen eine Transaktion abgebrochen – ein Rückgang gegenüber dem Vorquartal. Hauptgründe bleiben unterschiedliche Kaufpreisvorstellungen, gefolgt von Due-Diligence-Erkenntnissen und operativen Entwicklungen im laufenden Geschäft.
Ausblick: Vorsichtiger Optimismus für 2026
Die Ergebnisse des ersten Quartals deuten auf eine leichte Stabilisierung des deutschen M&A-Marktes hin. Trotz weiterhin anspruchsvoller Rahmenbedingungen sorgen verbesserte Wirtschaftserwartungen und eine konstant hohe strategische Aktivität für vorsichtigen Optimismus im weiteren Jahresverlauf.
Die vollständige Auswertung finden Sie hier:
Die vollständige Auswertung finden Sie hier: https://bm-a.de/news-media-hub/#klimamonitor

